

Auf dem weiteren Weg Richtung Süden hatten wir uns dann nach all den Strapazen eine ordentliche Stärkung verdient und holten uns – im angeblich besten Döner-Laden Neuseelands – einen heißen Döner in Bulls, bevor es nach Palmerston North weiterging, wo wir unser Nachtlager wieder auf einem Campingplatz (diesmal mit Strom und neu erworbernem Heizlüfter) aufschlugen.
Das böse Erwachen kam am nächsten Morgen: Der Muskelkater meines Lebens. Autsch. Jeder Schritt war eine Qual, jede Treppenstufe die Hölle. Da wird einem dann leider doch recht offensichtlich bewusst, dass die Kondition quasi nicht mehr vorhanden ist – und das nicht erst seit gestern. Da das Wetter aber ohnehin nicht gerade dazu animierte, eine weitere Wandertour einzulegen (es regnete mal wieder) beschlossen wir, über mehrere kleine Stops an diesem Tag bereits nach Wellington weiterzufahren. Ursprünglich hätten wir nur zwei oder drei Nächte in Wellington verbringen wollen, nun waren es also vier, worüber ich auch nicht gerade unglücklich war, da wir ja nun seit knapp zwei Wochen nonstop jede Nacht woanders verbracht hatten und eine etwas dauerhaftere Bleibe ja auch mal ganz nett ist.
So ging es dann über meherere kleine Orte an der Westküste, bei der wir unter anderem die älteste Kirche Neuseelands im Stil der Maori oder auch nochmal recht nette Küstenabschnitte sahen, nach Wellington. Und bei so viel Natur in all den Tagen war es dann auch mal wieder Zeit für Kultur der anderen Art: Abends war Kino angesagt. Ironman 2. Naja… Dazu werde ich mich jetzt nicht weiter äußern, für mein Englisch war es auf alle Fälle nicht verkehrt und aufgrund der nicht vorhandenen tiefgründigen Dialoge perfekt um alles zu verstehen.
Am nächsten Morgen dann endlich mal wieder in aller Ruhe Ausschlafen! Bis 9 Uhr! Herrlich! Und noch viel besser: Rührei mit allem drum und dran und richtig leckeren Cappuccino. Danach war ich startklar für die Erkundungstour durch die Stadt. Wellington ist die Hauptstadt Neuseelands, wesentlich kleiner und auch nicht so kosmopolitisch wie Auckland aber durchaus sehr reizvoll. Hügelig angelegt wie San Francisco mit einem großen Hafen, einem modernen Geschäftsviertel mit vielen Hochhäusern und vielen Straßenzügen mit netten, kleinen, an Hängen gelegenen Holzhäusern. Auf dem Mount Victoria, von dessen Aussichtsplattform man einen tollen Blick auf die Stadt hat, wurden viele „Herr der Ringe”-Szenen gedreht (so wie eigentlich überall…).
Nach ein bisschen Bummeln durch die City ging es dann auch zurück in unsere momentane Bleibe um ein wenig zu relaxen und endlich mal wieder so richtig Wäsche zu waschen.



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