Verfasst von: 70tageweitweitweg | 20. Mai 2010

Schlammlöcher und Vulkane – Teil 1

Nach einer kleinen sonntäglichen Runde Sightseeing in Rotorua (inklusive Begutachten des Maori-Village und jeder Menge heißer und brodelnder Quellen, die in den Gärten der Privat-Grundstücke mal eben so aus dem Boden schießen) machten wir uns dann auf den Weg zur eigentlichen Attraktion in diesem Gebiet der “Thermal Activities”: Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland. Dort gab’s jede Menge, na, was wohl? – genau, thermische Aktivitäten zu bestaunen. Im Klartext: Haufenweise stinkende, schwefelnde und oxidierende Wasser- und Schlammlöcher, die so passende Namen wie “Des Teufels Tintenfass” oder “Teufelskrater” trugen. Abgesehen von dem recht ekligen Gestank nach faulen Eiern waren diese blubbernden, wabernden und köchelnden Löcher, Seen und Pfützen wirklich absolut sehenswert.

Einen kleinen Abstecher bildete anschließend der Sprung in einen “Hot Pool”, eine “heiße Pfütze” im Wald, bei der man sich in badewannenwohligen Temperaturen erholen und relaxen konnte. Die “Mud Pools” waren dann wieder nur etwas für’s Auge: Ein riesiges, blubberndes Schlammloch, das aussah wie ein überdimensionaler Hexenkessel.

Gecampt wurde dann kurz vor Taupo an einem “öffentlichen/freien” Campingplatz – ohne Strom. Da unser Heizlüfter aber ohnehin versagt hatte – Strom hin oder her – wurde es eine sehr, sehr kalte Nacht – brrr. Ist halt einfach Herbst hier in Neuseeland.

Am nächsten Morgen wurden dann die Huka Falls in Augenschein genommen, beeindruckende und gewaltige Wasserfälle nahe des Lake Taupo.

 

Natürlich gab’s auch hier nochmal einen “Hot Pool” – diesmal eine etwas versteckte und sehr idyllisch gelegne “Natur-Badewanne” inklusive kleinem Wasserfall. Bevor es weiter Richtung Süden ging wurde direkt am sonnenbeschienenen Lake Taupo der campereigene Gaskocher nochmals angeworfen um ein großartiges Mittagessen (Pasta mit Tomatensauce…) zu zaubern. Wir hatten schließlich auch einen guten Grund, uns nochmals ordentlich zu stärken, denn wir wollten im Anschluss “echte Kiwis” werden. und das geht lt. Brian (Herbergsvater nahe Hamilton…) so: Man fahre auf der Westküste des Lake Taupo gen Süden, halte ca. in der Mitte, kurz vor Motutere und springe von dort von den Klippen in den See (der im übrigen zu dieser Jahreszeit so um die 12° Grad). Anschließend sei man ein echter Kiwi. ;-) Die Klippen waren aber in der Realität eher leicht enttäuschend und das Wasser im See vor allem so niedrig wie nie, sodass wir es für die bessere Idee hielten “langweilige Deutsche” zu bleiben, anstatt Kiwis mit gebrochenen Beinen.

 
 

 


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